Schülerberatung

Krise bewältigt?

Liebe SchülerInnen!

Es sind komische Zeiten. Wer hätte sich vor 15 Monaten vorstellen können, dass viele von euch jetzt froh sind, wieder in die Schule gehen zu können?

Es sind für uns alle auch keine einfachen Zeiten. Die Freude, sich wiederzusehen ist groß – ja, wir LehrerInnen freuen uns, euch wieder zu sehen – die Motivation aber bei den meisten nicht mehr sehr groß oder überhaupt nicht mehr vorhanden.

Für manche sind es besonders schwierige Zeiten. Dieses Virus hat uns in gewisser Weise alle angesteckt. Es hat uns verunsichert. Uns gewaltig eingeschränkt. Uns unserer Freiheiten beraubt. Und es raubt uns nach wie vor Energien. Besonders jenen, die jetzt zum Schulschluss noch eine extra Portion Energie aufbringen sollten oder müssten, um das Jahr positiv abzuschließen.

Viele von uns hat dieses Virus depressiv gemacht. Und für viele ist es nun, wo das Schlimmste vorbei zu sein scheint, aus welchen Gründen auch immer, schwierig, ja scheint es geradezu unmöglich, sich wieder aufzurichten. Dinge zu finden, die gut tun, die wieder Energien und Freude bringen.

So weit, so schlecht. Aber was dagegen tun?

Ein wichtiger Punkt ist zu akzeptieren, dass die momentane Situation schwierig ist und dir vieles nicht so gelingt, wie du es dir wünscht oder vielleicht von dir gewohnt bist. Das geht gerade ganz vielen so.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, deine Energiespeicher wieder zu füllen. Was tut dir gut, was gibt dir Kraft? Oft streichen wir, wenn es uns nicht gut geht, jene Dinge, die uns Energien liefern könnten: Freunde treffen, Sport, Hobbys, … – versuche, diese Dinge weiter/wieder zu machen, auch wenn es sich vorher schwierig anfühlt, sie sind wichtig für dich.

Eine Krise ist oft ein Teufelskreis, aus dem wir alleine nur ganz schwer herausfinden. Ein ganz wesentliches Merkmal psychisch gesunder Menschen ist es nicht, nicht in Krisen zu geraten, sondern sich in schwierigen Situationen helfen zu lassen – von Eltern, Familie, Freunden, aber auch von professionellen Unterstützern und Organisationen. Manchmal ist es leichter mit jemand Fremden über Belastendes zu sprechen, mit jemandem der das Ganze von außen betrachtet, neutral und unvoreingenommen ist. Und verschwiegen. Zu erkennen, wann „Hilfe hilfreich“ ist, ist also eine wichtige Stärke.

In der Schule stehen dir die SchülerberaterInnen als Ansprechpersonen zur Verfügung, Sonja Geider und Markus Tobischek. Oder unser Coach, Heidi Secco, die schon vielen in sehr schwierigen Situationen weiterhelfen konnten. Auch unsere Schulärztinnen können wertvolle Ansprechpersonen sein. Wenn du ein gutes Verhältnis hast, dein KV oder jede Lehrkraft, bei der du das Gefühl hast, dass du ihr am Herzen liegst. Sie alle werden ein offenes Ohr für dich haben.

Außerhalb der Schule findet ihr unter diesen Homepages und Telefonnummern qualifizierte und rasche Hilfe:

Rat auf Draht: 147 (für Kinder und Jugendliche, von 0 bis 24 Uhr erreichbar)

Sorgentelefon für Kinder, Jugendliche und Erwachsene: 0800/20 14 40 (Montag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr)

kriseninterventionszentrum.at

Angehörige finden Informationen und Materialien unter www.suizidpraevention.at und www.agus-selbsthilfe.de

Psychiatrische Soforthilfe: 01/313 30 (0 bis 24 Uhr)

Kriseninterventionszentrum: 01/406 95 95 (Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr erreichbar)

Rat und Hilfe bei Suizidgefahr: 0810/97 71 55

Sozialpsychiatrischer Notdienst: 01/310 87 79

Telefonseelsorge: 142 (von 0 bis 24 Uhr erreichbar)

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