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SHEIN die Fast-Fashion Marke

Shein, ein Name für den vielleicht dein Lieblingsinfluencer geworben hat oder den du schonmal woanders gehört hast. In diesem Artikel geht es um die Ultra-Fast-Fashion Marke, die bis zu 500 Produkte täglich auf ihre Website lädt. Aber was steckt eigentlich hinter der „genialen“ chinesischen Firma?

Kapitel 1: Schnelle Produktion und wenige Ideen

Shein bringt bis zu 500 Produkte täglich auf den Markt, aber wie schafft es überhaupt so viele verschiedene Kleidungsstücke zu designen? Ganz einfach: Das Unternehmen klaut. Nicht wie Unternehmen wie zB. H&M, die von größeren Branchen klauen, sondern gezielt von kleinen Designern und Designerinnen. Und das beim Großteil ihrer Produkte. Viele Personen haben schon versucht Shein dafür zu verklagen, aber als Privatperson mit wenig Geldmittel hat man gegen ein milliardenschweres Unternehmen nicht besonders große Chancen. Auch mit den Copyright-Rechten in der Mode ist es sehr kompliziert. Eine Designerin führt sogar einen Prozess gegen Shein. Als sie anfangs mit einem Anwalt an das Unternehmen herantrat, kam zuerst keine Reaktion, aber als sie damit in die sozialen Medien ging, reagierte das Unternehmen erst. Shein sagte zudem, dass ihre Klamotte z.B. 30 mal verkauft wurde und ihr das Geld davon zurückgegeben wird. Shein hat dafür aber keine Beweise.

Kapitel 2: Schlimme Arbeitsverhältnisse in Guangzhou

Von den Arbeitsverhältnissen von Shein war früher noch nicht so viel bekannt, bis PublicEye sich auf die Suche der Arbeiter*innen gemacht hat. Diese Suche hat sie in die chinesische Millionenstadt Guangzhou gebracht. Sie haben dort insgesamt 17 Betriebe gefunden, die für Shein produzieren. Die Angestellten arbeiten in offenen Werkstätten, in denen sie Kleidung bis spät am Abend produzieren. Sie arbeiten bis zu 12 Stunden am Tag und haben einen Tag im Monat frei. In China darf man 8 Stunden arbeiten, mit maximal 3 Überstunden. Man darf aber nicht mehr als 36 Überstunden in einem Monat machen. Auf ein zweitägiges Wochenende hat man kein Recht, aber man muss mindestens einen Tag in der Woche frei haben. Shein übertritt diese Grenze eindeutig und somit sind ihre Arbeitsbedingungen schwerst illegal. Die Arbeiter und Arbeiterinnen werden pro Kleidungsstück bezahlt (je komplizierter das Stück umso mehr Bezahlung) und können in guten Monaten bis zu 10.000 Yuan (ca. 1.430 Euro) verdienen. In schlechten Monaten können sie auch nur ein Drittel (also ca. 480 Euro) davon verdienen. Über die Herkunft der Nähstoffe ist fast garnichts bekannt, aber man kann nicht wirklich das Beste erwarten. Ein großes Problem ist auch die schnelle Produktion und die Verschwendung von Baumwolle, Polyester etc. (mehr dazu im Artikel ‚,Fast Fashion“).

Fazit:

Obwohl die Marke in der Öffentlichkeit nachhaltig rüberkommt, steckt doch ein heimtückisches System dahinter. Egal ob es um die unmenschlichen Arbeitsverhältnisse oder um den Diebstahl von Designs geht. Dem Unternehmen geht es nur ums Geld. Das Erfolgsgeheimnis ist höchstwahrscheinlich die Online Lieferung und/oder die billigen Preise der vielen Kleidungsstücke. Am Ende kann ich nur sagen: Bevor ihr bei Shein bestellt, solltet ihr mal überdenken, ob das wirklich so gut ist.

(Dieser Artikel ist nur eine sehr grobe Zusammenfassung des kompletten Themas.)

Niclas Peterka

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