Keim-Inside

Der große Umbau

Ein Interview mit Direktor Päuerl 


von Smilla Buschbom & Sofia Lang

Wann beginnt der Umbau und wie lange wird er voraussichtlich dauern?

Es steht noch nicht endgültig fest, aber hoffentlich im Juni 2019. Er besteht aus drei Teilen: Der erste Teil ist der Turnsaal, der eineinhalb Jahre braucht, und der zweite und dritte Teil brauchen zusammen auch ein-einhalb Jahre. Also insgesamt drei Jahre.

Was wird verändert?

Die Sporthalle und die Klassenräume. Außerdem kommt noch vieles dazu.

Wie kamen Sie auf die Idee? Und glauben Sie, wird der Umbau der Schule gut tun?

Wir haben circa 930 Schüler und 41 Klassen. Dafür haben wir zu wenig Platz. Es wird eine Zeit geben, wo wir durch den Umbau kleinere Einschränkungen haben, aber insgesamt schon.

Sind Sie wegen etwas skeptisch?

Es gibt bestimmte Befürchtungen, die ich habe, also wirklich skeptisch nicht. Ich bin eigentlich voller Vorfreude und voller Hoffnung, dass alles für unsere Schule sehr viel besser wird, für die SchülerInnen und LehrerInnen wird es viel mehr Platz geben. Es wird Aufenthaltsräume geben. Die naturwissenschaftlichen Räume und der Musikraum werden vergrößert. Es kommt ein Musik- und BE-Raum dazu.Wir werden während der Bauphase darauf verzichten, dass die Sportanlagen an der Schule sind und müssen den Sportunterricht an anderen Schulen unterbringen. Wir werden das ein oder andere mal damit rechnen müssen, dass wir etwas von der Baustelle hören. Es wird vielleicht das ein oder andere Mal auch ein bisschen Staub geben. Es wird ein paar Einschränkungen geben, aber es wird es wert sein, da wir danach eine schönere Schule haben.

Gibt es schon einen gedruckten Plan?

Es gibt natürlich schon Pläne, die die Architekten zeichnen. Es gab schon viele Ent-würfe, die auch schon abgeändert wurden. Wir planen auch schon die Ausstattung der Klassenräume, und was da reinkommt. Und auch die anderen Räume wie zum Beispiel die gemeinsamen Festräume, der verwendet wird, oder die Nachmittagsbetreuungsräume. Das ist alles schon in Planung.

Plan der neuen Sporthalle

Wie lange hat die Planung gedauert?

Sie läuft jetzt circa 2 Jahre, das heißt, ich bin jetzt auch zwei Jahre dabei und versuche auch das, was für uns als Schule wichtig ist, mit einzubringen. Und dass Dinge auch geändert werden, die vielleicht dann nicht so gut gepasst haben, oder Dinge neu aufgenommen werden, die noch nicht in den Planungen enthalten waren. Das ist auch ein bisschen meine Aufgabe zu schauen, dass das, was wir als Schule brauchen, auch da ist. Natürlich bin ich nicht derjenige, der das alles bezahlt. Unser Auftrag-geber ist das Bundesministerium und die Bundesimmobiliengesellschaft und die hat da natürlich das letzte Wort, welche Dinge tatsächlich umgesetzt werden, weil das natürlich auch eine Frage ist, was das kostet.

Gibt es auch Konsequenzen?

Während des Umbaus kann es so sein, dass wir sehr viele Kleinigkeiten haben, auf die wir vielleicht verzichten müssen, wir werden zum Beispiel auch von hinten nicht einfach in die Schule hineinkönnen. Wir müssen uns überlegen, wie das mit den Fahrradabstellplätzen ist, und diese Dinge, weil wir während der Baustellenphase, weniger Platz haben, auch als jetzt, wobei die Anzahl der Klassenräume sich nicht verändert. Das werden eher die Dinge sein, die rundherum stattfinden, die uns einschränken werden. Wenn der Neubau dann einmal steht, haben wir drei statt zwei Turnsäle, das heißt, dann haben wir auch wieder mehr Platz. 

Wenn wir in den neuen Bereich übersiedeln können, der in innerhalb von eineinhalb Jahren fertig ist, werden auch viele Dinge da sein, die wir vorher noch nicht hatten. Natürlich wird das alles auch sehr viel Arbeit bedeuten, nämlich auch für LehrerInnen, sich einstellen zu müssen auf bestimmte Dinge, und insgesamt wird das für alle eine große Umstellung bedeuten.

Haben Sie auch irgendwelche Lehrer mit in den Plan einbezogen? 

Ja, es gibt natürlich auch Kustodinnen und Kustoden (das sind die Lehrer, die z.B. Lehrmittel verwalten, wie zum Beispiel Physik, Biologie und Chemie, also Chemikalien, die für die Versuche notwendig sind und sich um den Saal kümmern) Und dann habe ich auch LehrerInnen mit einbezogen, als es darum ging die Aufenthaltsräume für die LehrerInnen zu gestalten. Und ich habe die Pläne einigen LehrerInnen zum Ansehen und zum Verbessern vorgelegt.

Wird es viel Staub und Lärm geben? Und wie ist das, wenn Schularbeiten sind?

Ich hoffe, dass die Arbeiten, die wirklich viel Staub und Lärm machen, in den Ferien stattfinden. Es gibt auch viele Arbeiten, die keinen großen Lärm machen, und da findet sehr vieles hinten an der Schule statt, das heißt: Da sind einige Räume in der Nähe und andere weit weg, und wenn es wirklich so störend sein könnte bei Schularbeiten, dann werden wir die Räume so auslegen, dass die in dem Bereich liegen, wo kein Lärm ist. Das heißt, es kann sein, dass wir die ein oder andere Schularbeit vom Raum her verlagern, also in einen anderen Raum verlegen, wo man ungestört arbeiten kann. Insgesamt glaube ich aber nicht, dass es so laut werden und staubig sein wird. Es kann das ein oder andere mal passieren, dass es stört, aber es wird insgesamt nicht so sein, dass man gar nicht mehr arbeiten kann.

Wird die Schule etwas moderner?

Ja, viel moderner. Der ganze Neubau wird ein sehr moderner Schulbau. Es wird zum Beispiel automatische Lüftungsanlagen und Jalousien geben, die Licht nach innen ablenken. Das heißt, dass man sich gleichzeitig vor der Sonne schützen kann und dennoch genug nach innen kommt. Wir bekommen komplett neue Installationen und Heizungstechnik, sodass die Heizung und die Durchlüftung insgesamt gut funktioniert. Es kommen sehr viel Neuerungen in diesem Bereich dazu, wo man von einer modernen Schule sprechen kann. Außerdem wird es viel mehr Platz geben und es wird Räume und Ecken geben, wo man sich zusammensetzen kann, die wir im Moment nicht haben, weil wir im Moment nur eine Aula in ein paar Stöcken haben. Es wird dann sehr viele Lernräume und Nischen geben, die wir jetzt einfach noch nicht haben. Das gehört auch zu einer modernen Schule irgendwie dazu. 

Ebene 1 der Erweiterung

Etwas, worauf ich mich auch sehr freue, ist der große Veranstaltungsraum. Da können wir zum Beispiel das Bühnenspiel oder die musikalischen Soireen durchführen, da hier auch 200 bis 300 Personen Platz haben. So einen Raum haben wir jetzt nicht.

Werden Klassen verlegt?

Während der Umbauphase wird es weiterhin Containerklassen geben, diese Container kommen an einen anderen Ort. Es werden auch neue Container kommen, da die auch schon etwas älter sind. Es wird in der Umbauphase noch Container geben, nachher aber nicht mehr. 

Wird alles erneuert?

Ja, es wird wirklich alles erneuert. Es kommt ein neues Dach mit zwei neuen BE-Sälen. Aufs Dach kommen noch zusätzliche Klassen, allerdings nicht aufs Schrägdach, mit sehr großzügigen Fensterflächen und mehr Licht.

Wie teuer ist der Umbau und wer zahlt das?

Wenn man nur den Neubau zählt, spielt sich dieser ungefähr in einem zweistelligen Millionenbereich ab, also er kostet einiges und wird bezahlt vom Bundesministerium für Bildung.

Werden Klassen und Garderoben anders ausgestattet?

Ja, wir werden wahrscheinlich, wenn wir fertig sind mit dem Ganzen, also auch die Reno-vierung erfolgt ist, unten auch Garderoben haben, das heißt, dass wir Hausschuhe anziehen müssen, die auch verpflichtend sein werden, wenn wir fertig sind mit dem Umbau. Wir haben dann ja eben auch eine Garderobe, wo wir diese Schuhe auch ausziehen und anziehen können.

Und die Turngarderoben?

Die Turngarderoben kommen ganz neu, auch alle Sanitäranlagen werden komplett weggerissen, und komplett neu errichtet.

Offensichtlich bekommen wir wirklich eine schöne neue Schule – wir danken für das ausführliche Interview!

Anm. der Redaktion:

Das Interview haben wir schon vor einigen Wochen geführt, jetzt ist es fix, noch im Juni beginnen die ersten Arbeiten. Unser altehr-würdiger Turnsaal steht nicht mehr lang.

Die Startphase wird sicher laut, zum Teil chaotisch und für uns alle nicht ganz einfach, ganz besonders die ersten Monate im Herbst, wo wir um einige Klassenräume zu wenig haben.

Hier können wir beweisen, dass wir in der Keimgasse zusammenhalten, Schüler, Lehrer und Eltern. Das wird soziales Lernen pur. Aber wir sind sicher – um es mit den Worten der deutschen Kanzlerin Merkel zu sagen: 

Wir schaffen das.

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