Gastbeitrag

Leserbrief des Vize-Schulsprechers

Als Vize-Schulsprecher ist es mir ein Anliegen zum Thema Handverbot und eurem diesbezüglichen Beitrag Stellung zu nehmen und ein paar falsche Gerüchte zu zerstreuen.

Ich denke nicht dass die Handy-Regelung überzogen ist. Das war auch der Grund, weshalb ich als Schülervertreter bei der SGA-Abstimmung für das Handy-Verbot gestimmt habe. (Die Entscheidung fiel übrigens einstimmig aus, was bedeutet dass alle Lehrer-, Eltern-, und Schülervertreter dafür gestimmt haben.)
Ich glaube auch nicht dass die Handy-Regelung tatsächlich so unbeliebt wie in diesem Artikel dargestellt ist. In diesen Zusammenhang darf ich auf die erste Klassensprecherkonferenz verweisen, bei welcher ALLE anwesenden Vertreter der Unterstufe (um die 20) bekundeten, dass Sie das Handyverbot in seiner ausgeführten Form „für eine gute Sache“ halten. Die verwendeten Interviews können in diesem Fall ein wenig in die Irre führen.
Der Darstellung, dass es zu einer Umstellung im Umgang mit dem Mobiltelefon von „0 auf 100“ gekommen ist. Möchte ich auch widersprechen. Die Idee eines Handyverbots existiert schon länger und wurde vor einigen Jahren – als ich noch in der Unterstufe war – getestet. Der Grund warum dieser Test mehr oder weniger gescheitert ist, ist dass damals die Regelung von den Lehrern nicht ordentlich exekutiert und kontrolliert worden ist.
Wir haben uns beim Einführen der neuen Handy-Regelung mit ein paar anderen Schulen kurzgeschlossen, die in diesem Zusammenhang schon viele positive Erfahrungen gemacht haben. Auch wurde darauf geschaut, dass die Schüler rechtzeitig informiert wurden und es gab einen Übergangsfrist von ein paar Wochen bis die Regelung tatsächlich in Kraft getreten ist.

Dass es Schüler gibt, die es nicht schaffen sich an die Regelung zu halten, finde ich ein bisschen ein Armutszeugnis; es zeigt aber wie überfällig die Einführung einer solchen Regelung tatsächlich war. Denn während des Unterrichts darf man das Handy sowieso nicht benützen, weswegen nur mehr die Pausen überbleiben. Wir sprechen also pro Tag von 35 Minuten, die Schüler auf ihr Handy gänzlich verzichten sollen, wobei sie dann eh noch 25 Minuten Mittagspause haben, in der sie ihr Handy verwenden können. Und das soll eine zu strenge Regelung sein?
Abschließend kann ich nur noch mitgeben, dass sich das gesamte Schulklima und auch das Bild, das ein jeder hatte, der vor der Einführung des Handyverbots einen Blick in die Unterstufenklassen geworfen, deutlich verbessert haben. Ich für meinen Teil fände es rückblickend auf jeden Fall besser, wenn es bereits zu meiner Zeit in der Unterstufe ein Handy-Verbot gegeben hätte.

Liebe Grüße, Herwig Stockinger

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