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Die Siegertexte des Literaturwettbewerbs

UnARTig im Universum

Schreibend neue Horizonte zu erschließen, das war eine Aufgabe, der sich die SchülerInnen der 3. und 6. Klassen beim diesjährigen Literaturwettbewerb stellen konnten, indem sie unter dem Motto „Kosmisch schicksalhafte Erzählungen“ entweder einen Blick ins All und auf ferne Welten warfen – oder in die Zukunft unseres Planeten.

Das Lesen und die Preisverleihung des von Frau Prof. Weimann organisierten Wettbewerbs fanden wieder im würdigen Rahmen des Museums Mödling statt. Hervorzuheben ist hier auch die gelungene Moderation von Moritz Pfeiler und Niklas Planckh aus der 7A , die sich intensiv mit der Thematik und den Texten auseinandergesetzt hatten und somit die hohe Qualität der Texte gekonnt unterstrichen. Somit durften sich alle TeilnehmerInnen zu Recht als Gewinner fühlen.

Doch so hoch die literarische Qualität der Texte war, gerade der Blick in unsere Zukunft als Menschheit fällt in vielen Texten – wenn auch oft in Ironie und Witz verpackt – ziemlich düster aus. Und umgekehrt stimmen junge Menschen, die unserer Welt so kritisch und gleichzeitig niveauvoll begegnen, doch wieder optimistisch. Aber apropos kritisch: Das Können und der Mut der AutorInnen hätte sich durchaus ein größeres Publikum verdient. Liebe KollegInnen, Eltern, Mitschüler – 2019 rechnen wir mit euch!

Doch nun zu den Texten und zur Wertung von Jury und Publikum:

3. Klasse

  1. Platz: Sandra Ecker (3M) – Ohne Titel
  2. Platz: Isabel Ibarra (3CR) – Technologie vs. Emotionen
  3. Platz: Sebastian Schreitter (3M) – Paralleluniversum

Publikumspreis: Lilli Schwaiger (3D)  – Gefühle ex aequo mit Sebastian Schreitter – „Paralleluniversum“

6. Klasse

  1. Platz: Ariane Frank (6M) – Die Stimme des Wahnsinns
  2. Platz: Erik Salaun (6B) – Risiko
  3. Platz: Tim Blumenschein (6C) – VR

Publikumspreis: Ariane Frank (6M) – Die Stimme des Wahnsinns

 

P.S.: Warum ein Literatur-Wettbewerb?

Wir DeutschlehrerInnen diskutieren immer wieder, ob ein Wettbewerb eine passende Form der Förderung künstlerischer Begabungen ist. Und die Meinungen dazu gehen durchaus weit auseinander. Was keiner von uns will, ist mit einem weiteren Wettbewerb noch mehr Druck aufzubauen. Und uns allen ist wichtig zu betonen, dass eine gute Platzierung zwar natürlich eine Auszeichnung für die Gewinner ist. Sie haben in jedem Fall hochwertige Texte geschrieben, die auch den Geschmack der Jury getroffen haben. Wie man bei den 3. Klassen sieht, hatte aber das Publikum auch einen anderen Favoriten…

Keinesfalls bedeutet daher nicht zu gewinnen oder auch in den Klassen nicht ausgewählt worden zu sein, dass diese Texte nicht auch von hoher Qualität sind. Es sind heuer schon Texte nicht durch die Vorauswahl der Klassen gekommen, denen wir Deutsch-LehrerInnen auch absolut höchstes Niveau bescheinigt haben – und wir lesen ja doch hie und da den einen oder anderen Text ;-).

Drei Hauptgründe gibt es, warum wir diesen Wettbewerb veranstalten:

  1. Wir wollen euch, euren Texten und eurer literarischen Begabung eine Plattform bieten – und auch wörtlich genommen eine Bühne.
  2. Immer wieder entdecken wir hier Begabungen, die uns in dieser Form beim „schulischen Schreiben“ noch verborgen geblieben sind. (Die Vorgaben für die Zentralmatura reduzieren auch gerade in der Oberstufe die Freiräume für literarisches Schreiben sehr.)
  3. Auch im klassischen Literaturbetrieb spielen Wettbewerbe eine große Rolle, wie etwa der Bachmann-Preis. Wer von euch sich also wirklich als SchriftstellerIn versuchen will, kann hier erste wertvolle Wettbewerbserfahrung sammeln.

In diesem Sinne freuen wir uns schon auf die großartigen Texte und Lesungen im nächsten Jahr!

Markus Tobischek

 

 

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